Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Wie bereits in einem früheren Eintrag erwähnt, hatte Timo (15, Schüler) mithilfe einer unserer 3D-Drucker erfolgreich am Landeswettbewerb Jugend forscht in München teilgenommen und dabei den Sonderpreis für Medizintechnik und einen Buchpreis gewonnen. Über seine eigene Entwicklung und wie ihm unser Drucker bei der Realisierung geholfen hat, darüber berichtet Timo im Folgenden selbst.

 

Mithilfe eines 3D-Druckers von electronic-things konnte ich mein Jugend forscht Projekt „mediminder – das Seniorenarmband zur Erhaltung der Selbstständigkeit“ einen entscheidenden Schritt weiterbringen.

Ich bin Schüler des Maria-Theresia Gymnasiums und gehe in die 10. Klasse. Seit einigen Jahren mache ich beim Wettbewerb Jugend forscht mit.
In der diesjährigen Wettbewerbsrunde trat ich mit einer intelligenten Tablettendose an. Diese erkennt, ob die Tabletten zu richtigen Zeiten genommen wurden. Hat der Patient die Einnahme vergessen, wird dieser über ein ständig zu tragendes Armband an die Medikamente erinnert.


Am Regionalwettbewerb konnte ich den 1. Platz erreichen und mich somit für den Landeswettbewerb qualifizieren. Trotzdem wurde von den Juroren kritisiert, dass das Armband zu groß sei. Laut Jury könnte ich mit einem 3D-Drucker ein passgenaues Armband entwickeln.


Bis zum Landeswettbewerb hatte ich 4 Wochen Zeit den mediminder weiterzuentwickeln. Da ich allerdings mit 15 Jahren nicht die finanziellen Mittel habe, mir einen 3D-Drucker zu kaufen, schrieb ich die Firma electronic-things an, um nach Unterstützung zu fragen. Diese war bereit, mir einen „RepRap Mendel Prusa iteration 2“ für ein Jahr für die Weiterentwicklung des Projekts zur Verfügung zu stellen.


Nach wenigen Tagen war der Drucker in Einzelteilen da. Mithilfe von vielen Youtube-Videos und skizzierten Bauanleitungen war das Grundgerüst des Prusas nach circa einem Tag zusammengebaut.

 

 

 

Die restlichen mechanischen Teile habe ich nach viel Internetrecherche und Youtube-Anleitungen am nächsten Tag zusammengebaut.

 

 

 

 

 

Dank guter Anleitungen im Internet konnte ich das Ramps-Shield ohne weitere Probleme zusammenlöten. Auch die Verkabelung ging aufgrund vieler Schematiken im Internet problemlos.

Beim Anschließen des Netzteils war ich mir zuerst unsicher, das Team von electronic-things konnte mir aber schnell weiterhelfen.

 

Größere Probleme hatte ich bei der Firmware. (dachte ich zumindest ;))
Die jeweiligen Achsen ließen sich über die manuelle Kontrolle der Repetier-Host Software entweder gar nicht oder nur in eine Richtung fahren.

Da ich bis zum Landeswettbewerb mit dem Zusammenbau nicht fertig wurde, konnte ich mit meinem eigenen Prusa das benötigte kompaktere Armband nicht drucken. Freundlicherweise konnte electronic-things die von mir entwickelten Teile drucken und mir zuschicken.

 

 

Das verbesserte Armband war nun deutlich kleiner. Das vorherige Armband, welches ich provisorisch aus Deckeln von Sprühdosen bastelte, hat eine Diagonale von 52mm. Das neue Armband hat jetzt eine Diagonale von 41mm.

Die Verbesserung kam auch bei der Jury beim Jugend forscht Landeswettbewerb gut an, und ich konnte einen Buchpreis und einen Preis für Medizintechnik gewinnen.

Der Bastlerehrgeiz ließ mich trotz des Erfolgs bei Jugend forscht nicht los, denn die Motoren des Druckers liefen immer noch nicht.
Auch hier konnte mir wieder das Team von electronic-things weiterhelfen. Ich hatte die mechanischen Endstops falsch an das Ramps-Shield angeschlossen. Außerdem war an der Firmware des Druckers die Logik der Endstops verkehrt.
Das Problem war zwar schnell gelöst, ich selbst hätte die Lösung aber nie gefunden.

Da der Drucker jetzt läuft, konnte ich meinen ersten Testdruck machen.

 

 

 

Ich werde den mediminder im Laufe einer nächsten Wettbewerbsrunde bei Jugend forscht, in den kommenden zwei Jahren, weiterentwickeln. Für Weiterentwicklungen am Gehäuse des Armbands und Tablettendose wird mir der 3D-Drucker eine große Hilfe sein, und ich bin electronic-things für die Unterstützung sehr dankbar.

 

 

 

 

 

 

Autor: Timo S.