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Dies ist ein Gastbeitrag von Timo Schuster. (Wir gratulieren Timo (15, Schüler) zu seinem Sonderpreis für Medizintechnik)

Da electronic-things mich schon seit über einem Jahr bei meinem Projekt „mediminder“ unterstützt, möchte ich gerne einen kleinen Zwischenbericht schreiben, in dem ich über das Projekt und die Unterstützung erzähle.

Ich bin Schüler der 12. Klasse und habe in den letzten Jahren eine intelligente Tablettendose entwickelt. Diese intelligente Tablettendose kann über Lichtschranken erkennen, ob sich die Arzneimittel in den Tagesrationen befinden, oder schon entnommen wurden. Hat der Patient die Medikamenteneinnahme vergessen, erinnert ihn der mediminder über ein Armband an die Einnahme.

Ich habe mit dem Projekt sowohl bei Jugend forscht den Regionalwettbewerb, als auch den Gesundheitspreis vom Wort und Bild Verlag gewonnen.

Electronic-things ermöglicht mir durch die Bereitstellung eines Prusa i2 eine professionelle und funktionale Gehäuseentwicklung für das Armband und die Tablettendose.
So gelang es mir durch ein speziell an die Elektronik des Armbands angepasstes 3D-gedrucktes Gehäuse, das Armband um einiges zu verkleinern. Das ursprünglich selbstgebaute Gehäuse, welches ich provisorisch aus verschiedenen Deckeln von Sprühdosen bastelte, hatte eine Diagonale von 52mm. Das neue gedruckte Gehäuse hat jetzt eine Diagonale von 42mm, und man kann normale Uhrenarmbänder verwenden.

mediminder - Prototyp mit gedruckten Teilen

mediminder - Prototyp mit gedruckten Teilen

 

Die Tablettendose selbst habe ich aus Kabelschächten gebaut, Kabel und Elektronik sind nicht geschützt, weshalb sie nicht alltagstauglich ist. Ich bin deshalb gerade dabei, ein Gehäuse für die Tablettendose zu entwickeln, das sowohl die Elektronik sicher verstaut, die Kabel versteckt und kleine Fächer für Tabletten bereitstellt. Die Entwicklung dafür ist noch nicht abgeschlossen, aber das gedruckte Gehäuse sieht momentan so aus:

medminder - gedrucktes Gehäuse

medminder - gedrucktes Gehäuse

 

Ich hatte allerdings auch schon einige Schwierigkeiten mit dem Prusa i2. Ich habe von electronic-things einen Bausatz für den 3D-Drucker zugeschickt bekommen, und der Aufbau war um einiges komplizierter als gedacht. Schätzungsweise 60 Stunden war ich mit dem Zusammenbau beschäftigt. Da die Prusa-Drucker Open-Source sind und jeder mitentwickeln kann, musste ich immer wieder improvisieren, da die Teile zum Teil nicht perfekt aufeinander abgestimmt waren. Electronic-things konnte ich jederzeit um Rat fragen. Während des Aufbaus habe ich sehr oft nachgefragt und ich bin wirklich sehr froh, dass mir immer schnell geantwortet wurde und alle sehr geduldig mit mir waren😊.

Nachdem ich bei dem Prusa einige Teile ausgetauscht und die Kabel neu verlegt hatte, hat der Drucker nicht mehr funktioniert. Ich habe sehr lange nach möglichen Fehlerursachen gesucht, aber nichts gefunden. Ich konnte dann den Drucker einschicken und Electronic-Things hat mir bei der Fehlerbehebung geholfen.

Trotz der vielen Schwierigkeiten, oder gerade deshalb habe ich im Umgang mit dem 3D-Drucker sehr viel gelernt. Aufgrund des Zusammenspiels von Mechanik, Elektronik und Informatik würde ich sagen, dass man wirklich in vielen Bereichen dazu lernt. Dadurch, dass man den 3D-Drucker selbst aufbaut, kennt man die Funktion jedes einzelnen Teils und hat einen ganz anderen Bezug zum Prusa als zu einem Ready-to-use-Printer.