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  1. Diverse Veranstaltungen können derzeit nur im virtuellen Raum stattfinden. Mit der Embedded ’To Go’ schafft Arrow auf eben diesem Weg eine Plattform für Hersteller und Entwickler, um sich auszutauschen und über Produktneuerungen informieren zu können.

    Dazu gibt es diverse Webseminare, Chaträume und Produktvorführungen. Thematisch wird eine große Bandbreite im Bereich eingebetteter Systeme geboten. Vertreten sind vor allem die Schwergewichte der Branche wie unter anderem ARM, Intel, STMicroelectronics und Analog Devices.

    Drei Tage lang finden so ab morgen Vorträge zu neuen Produkten und interessanten Themen rund Entwicklungsaufgaben statt. Für einen direkten Austausch wurde eine Chatfunktion geschaffen, um möglichst nahe an die Möglichkeiten einer echten Messe heranzukommen. Eine vollständige Agenda mit Auflistung der behandelten Themen findet sich auf der Webseite.

    Für die Teilnahme ist eine kostenlose Registrierung nötig, wobei eine Firma und eine zugehörige Mailadresse zur Registrierung genannt werden müssen. Zusätzlich werden insgesamt 3000 Entwicklungsboards vergeben, hierzu können auf einer weiteren Registrierungsseite das gewünschte Board ausgewählt und das geplante Projekt beschrieben werden.

  2. Einplatinencomputer ermöglichen die schnelle und vergleichsweise einfache Realisierung auch aufwendiger Projekte auf Basis bestehender Hardwareplattformen. Dieses Konzept möchte Electrosmith mit Daisy nun auf den Audiobereich übertragen.

    Mittlerweile gibt es einige interessante Projekte, die als Grundlage für anspruchsvolle Audiokreationen dienen können. So lassen sich mit freeDSP Anwendungen im Sinne eines klassischen Audio-DSPs realisieren. Andere Projekte wie etwa CTAG face2|4 bieten deutlich mehr Freiheitsgrade, benötigen aber einen zusätzlichen Einplatinencomputer.

    Daisy bietet hier als integrierte Alternative hohe Flexibilität in kompakter Bauform und kann universell eingesetzt werden. Auf der Breadboard-kompatiblen Platine befindet sich neben einem STM32 mit ARM Cortex-M7 und 64MB SDRAM ein 24-bit 192kHz Audio-Codec von AKM. Damit lassen sich Projekte mit Stereosignalen ohne zusätzliche Hardware realisieren, wobei weitere Kanäle per TDM, I2S, PDM, oder S/PDIF hinzugefügt werden können. Zusätzlich stehen dem Nutzer 32 GPIOs zur Verfügung, Standardprotokolle wie SPI, I2C, UART oder PWM sind ebenfalls implementiert.

    Angesteuert wird Daisy über USB, wobei die Platine im eigenständigen Betrieb über eine Spannungsversorgung zwischen 4 V und 17 V betrieben werden kann. Zur Programmierung sollen neben Bibliotheken auch Beispielprogramme für Arduino, FAUST und MicroPython bereitgestellt werden. Alternativ kann mit Pure Data oder Max/MSP generierter Code eingespielt werden, was die grafische Programmierung der Plattform ermöglicht.

    Neben dem Modul selbst, das für 29 USD über Kickstarter bezogen werden kann, stehen bereits diverse vorgefertigte Module, wie etwa ein Breakoutboard, ein Gitarrenpedal oder ein Synthesizerbedienfeld zur Verfügung.

  3. Auch dieses Jahr startet die FOSDEM am ersten Februarwochenende in Brüssel. Bei dem zweitägigen Event gibt es insgesamt 854 Vorträge, Workshops und Diskussionen zu diversen Open Source Projekten. Natürlich werden die Vorträge auch dieses Jahr wieder live übertragen.

    Vertreten sind unter anderem Entwickler diverser Projekte, die Einblicke in die Entwicklungsarbeit geben oder Ergebnisse vorstellen. Die Spanne ist dabei wie bisher immens, so reicht die Bandbreite von Vorträgen zu diversen Programmiersprachen über Software Defined Radio hin zu Themen wie RISC-V oder Quantencomputern.

    Um hier den Überblick behalten zu können, erfolgt eine Unterteilung der meisten Events neben den „Main Tracks“ in sogenannten Devrooms, die von den jeweiligen Projektverantwortlichen selbst organisiert werden. So gibt es beispielsweise 19 Vorträge zu Open Source CAD-Tools wie KiCAD oder FreeCAD. Eine kleine Auswahl interessanter Devrooms soll im Folgenden vorgestellt werden, wobei auch eine Gesamtübersicht verfügbar ist:

  4. Bestückungsautomaten sind in der Regel groß, schwer und teuer – also für den Heimgebrauch oder Prototypen kaum relevant. Dass dem nicht so sein muss, zeigen Open Source-Projekte wie SimplePnP.

    SimplePnP kann bereitgestellte Bauteile mittels Vakuum aufnehmen und auf einer Fläche von 300  mm x 300 mm bestücken. Die Feeder zur Bauteilbereitstellung sind dabei relativ einfach als Aufnahme gehalten, in die sich Standard-Reelstreifen schieben lassen. So lässt sich zwar nur eine bestimmte Anzahl an Bauteilen verwenden, bevor manuell nachgeschoben werden muss, dafür ist auch die Verwendung von Zuschnitten problemfrei möglich.

    Mit der aktuellen Version ist es möglich, Bauteile ab einer Größe von 0402 automatisch zu bestücken, wobei sich bis zu 750 Bauteile pro Stunde bestücken lassen. Verschiedene Vakuumaufnehmer ermöglichen es, eine entsprechende Bandbreite an Bauteilen zu verarbeiten.

    Im Lieferumfang der Grundversion sind das Verfahrsystem mit Kamera, drei Vakuumaufnehmer samt Vakuumpumpe und die benötigte Elektronik enthalten. Zusätzliche Optionen erlauben etwa die gleichzeitige Verwendung eines zweiten Bestückungskopfes oder eine genauere Ausrichtung der aufgenommenen Bauteile mittels zusätzlicher Kamera.

    Dabei ist SimplePnP nicht das erste Projekt seiner Art, so bietet Liteplacer ähnliche Spezifikationen bei einer deutlich größeren Arbeitsfläche. Allerdings kostet SimplePnP nur etwa ein Drittel der bisher günstigsten Lösung. Damit wird auch der Preis üblicher Bestückungsassistenzsysteme, die eine manuelle Positionierung erfordern, unterschritten.

    Alle benötigten Informationen zu Soft- und Hardware finden sich in dem entsprechenden GitHub Repository. Zudem besteht bis Ende des Monats die Möglichkeit, an der Crowdfunding-Campagne teilzunehmen, wobei die Basisversion 630 $ kostet. Für den Versand nach Deutschland kommen 84 $ hinzu.

  5. Ich wünsche allen Besuchern von Mikrocontroller.net ein frohes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage, und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ein besonderes Dankeschön an die Moderatoren in diesem Forum, und danke an alle die sich in diesem Jahr in Forum und Artikelsammlung beteiligt haben.