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  1. Die Bildgebung als Verfahren in der Diagnostik ist aus der modernen Medizin kaum wegzudenken. Auch heute stellt die Bildgebung noch ein interessantes Forschungsgebiet dar, jedoch sind als Einstiegshürde sehr hohe Kosten zu benennen. Dies soll sich mit Spectra ändern.

    Hinter dem quelloffenen Projekt verbirgt sich die Kombination aus bezahlbarer Hardware und leicht zu bedienender Software. So soll es jedem, unabhängig vom fachlichen Werdegang, ermöglicht werden, sich praktisch mit Bildgebungsverfahren auseinanderzusetzen.

    Die bereitgestellte Hardware arbeitet dabei nach dem Prinzip der Impedanzmessung. Hierzu stehen 32 Kanäle zur Verfügung, zwischen denen Leitfähigkeit, Permittivität und Impedanz durch die Einspeisung eines geringen Wechselstromsignals in leitfähige Medien bestimmt werden können. Aus den kombinierten Ergebnissen der einzelnen Messungen kann so eine Abbildung gewonnen werden.

    Zwar reichen die 32 Kanäle nicht für derart hochauflösende Bilder, wie sie etwa teure Geräte in Krankenhäusern liefern können, dennoch lassen sich bereits brauchbare Ergebnisse erzielen. So können beispielsweise bei der Messung über eine größere Zeit wichtige Vitalfunktionen wie Lungenkontraktion oder Herzrate bestimmt werden.

    Die wichtigste Eigenschaft des Projektes dürfte aber wohl die Möglichkeit sein, Bildgebungsverfahren auch ohne teure Hardware ausprobieren zu können. So lässt sich die sonst sehr hohe Einstiegshürde in ein interessantes Themengebiet deutlich senken. Die hierzu notwendige Dokumentation des Projektes findet sich auf GitHub. Bis Mitte des nächsten Monats läuft zudem noch eine Crowdfunding-Kampagne, über die die Hardware bei Erfolg der Kampagne ab 299 $ bezogen werden kann.

  2. Der kostenlose openHPI-Kurs „Wie programmiere ich meinen ersten Mini-Computer?“ soll besonders Schülern ab 12 Jahren den Umgang mit Mikrocontrollern unter Verwendung des ESP32 näherbringen.

    Grundkenntnisse sind für die Teilname nicht erforderlich. Schrittweise wird gezeigt, wie man den ersten Mikrocontroller programmiert, um eigene Projekte verwirklichen zu können. In den zwei Wochen wird so etwa ein Piano aus Obst, ein Auto mit Fernsteuerung oder eine Pflanzenüberwachung realisiert.

    Neben dem ESP32 selbst kommt die Arduino IDE und eine für den Kurs angepasste Version von Ardublockly zum Einsatz. Mit Ardublockly kann die Erstellung des Quellcodes durch die grafische Anordnung von Blöcken erfolgen, was einen intuitiven Einstieg ermöglichen soll.

    Der 2-wöchige Kurs startet am 2. Mai, bei Interesse sollte die Anmeldung jedoch zeitnah erfolgen. Schließlich ist die Teilnahme darauf ausgelegt, dass die jungen Nachwuchsentwickler möglichst viel selbst probieren können, wofür im Voraus Materialien besorgt werden müssen.

    Für die Teilnahme wird neben Materialien und Computer ein kostenloser openHPI-Benutzeraccount benötigt. Eine Liste aller verwendeten Komponenten kann nach Anmeldung abgerufen werden. Neben den Videos steht auch ein Forum zur Hilfestellung bereit. Darüber hinaus können die Teilnehmer bei Erreichen der halben Maximalpunktzahl aller benoteten Aufgaben ein Zeugnis über die erfolgreiche Kursteilnahme erlangen.

  3. Ich wünsche allen Besuchern von Mikrocontroller.net frohe Ostern und erholsame Feiertage!

  4. Mit der D-Serie sind nun weitere Varianten des Pyboards verfügbar. Erstmals findet sich auch ein integriertes Funkmodul auf den kleinen Platinen. Neben den neuen Modulen wurde ebenfalls ein Ökosystem bestehend aus Adapterplatinen und Erweiterungen vorgestellt.

    Pyboards sind auf MicroPython zugeschnittene Mikrocontrollermodule. Bei MicroPython handelt es sich um eine Python-3-Implementierung, die einen Teil der Python-Standardbibliothek für Mikrocontroller bereitstellt. Dies kann etwa den Einstieg in die Mikrocontrollerwelt erleichtern oder die Übernahme von bestehendem Quellcode ermöglichen.

    Auf den neuen Pyboards kommt dazu je nach Variante ein auf dem mit 216 MHz getakteten ARM-Cortex-M7 basierender STM32F722, STM32F722 oder STM32F767-Mikrocontroller zum Einsatz. Somit stehen durch den Controller zwischen 256 kB und 512 kB RAM sowie 512 kB bis 2 MB Flash zur Verfügung. Ergänzt wird der Speicher durch einen 2 MB großen extern über QSPI angebundenen Flashspeicher.

    Im Gegensatz zu bisherigen Pyboards findet nun auch ein WLAN- und Bluetooth-4.1-Modul Platz auf der Platine. Hier kann wahlweise die integrierte Antenne verwendet oder eine externe Antenne über U.FL angebunden werden. Ergänzt wird der Funktionsumfang durch einen microSD-Kartenslot, eine RTC, drei 12-Bit-ADCs und zwei 12-Bit-DACs. Für die Verwendung zusätzlicher Peripherie stehen 46 frei nutzbare GPIOs zur Verfügung, wobei eine CAN- zwei I2C-, vier UART- und drei SPI-Schnittstellen genutzt werden können.

    Abgerundet wird das Konzept durch ein Stecksystem, welches die modulare Kombination verschiedener Module erlaubt. So können etwa 4 GB eMMC, zusätzliche Sensoren oder ein LED-Array angebunden werden.

    Preislich liegen die Pyboards der D-Serie zwischen 43,80 und 69,60 britischen Pfund, was einem Preis von etwa 50 bis 80 Euro entspricht. Bezogen werden können die Module neben den Erweiterungen im Shop des Herstellers.

  5. Nach gut drei Jahren stellt SiFive den Nachfolger des HiFive1 vor. Neben einigen Verbesserungen durch die zweite Generation des verwendeten FE310 SoCs bietet die neue Version nun drahtlose Konnektivität in Form von WLAN und Bluetooth.

    Der FE310 stellt den ersten quelloffenen und kommerziell verwendbaren RISC-V SoC dar. So findet sich der benötigte RTL-Code für eigene Implementierungen etwa im git-Repository des Herstellers. Wie schon die erste Generation, verfügt der FE310-G002 über einen 32-bit RV32IMAC-Kern mit 320+ Mhz Taktrate, 16 KB L1 Cache und 16 KB SRAM.

    Neu hinzugekommen sind neben dem bisherigen SPI-Interface eine zweite hardwareseitige UART-Schnittstelle, so wie eine I2C-Schnittstelle. Die Anzahl der GPIOs und PWM-Pins bleibt mit 19 beziehungsweise 9 unverändert. Die Railspannung der CPU kann nun abgeschaltet und das System so in einen Schlafmodus versetzt werden. Das auf dem FTDI FT2232 basierende Debuginterface wurde durch eine Segger J-Link-Schnittstelle ersetzt. Der auf dem Board vorhandene EEPROM wurde von 16 MB auf 4 MB reduziert, der Formfaktor ist gleich geblieben.

    Ausgeliefert werden sollen die ersten Entwicklungsboards Mitte April, wobei noch knapp einen Monat über eine Crowdfundingkampagne vorbestellt werden kann. Bei Vorbestellung kostet eine Platine 49 $, später soll das HiFive1 Rev B für 59 $ im Handel erhältlich sein.